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FFF30 Tag 7

Into The Forest

Ruhige, atmosphärische Produktion, die mit vielen schönen Naturbildern aus Schweden punkten kann. Der Spannungsbogen, den der Film spannt, wird leider an vielen Stellen im Skript etwas überstrapaziert. Ein in Scheidung in Schweden lebender französischer Vater und dessen Sprößlinge unternehmen eine Reise in die Wälder. Dort ereignen sich seltsame Dinge. Der kleine Protagonist Tom hat mich an manchen Stellen an Shining erinnert (auch inhaltlich), aber das Ende war extrem nichtssagend und ließ enorm viel Freiraum für Interpretation.

They Call Me Jeeg Robot

Nach Under The Shadow bis dato einer meiner Favoriten in der Fresh Blood-Kategorie. Dass die Italiener gute Superheldenfilme machen können, in denen neben Witz und Action auch noch eine Spur Sozialkritik eingemengt ist, hätte ich bis zu diesem Film vermutlich als Humbug abgetan, bis jetzt dachte ich bei italienischem Film primär an die Giallos von Argento oder die „großartigen“ Necrostorm-Produktionen wie Taeter City oder Adam Chaplin. Der Film hat definitiv das Gegenteil bewiesen und die Geschichte um einen Kleinkriminellen, der zufällig Superheldenkräfte per im Tiber illegal verklappten Atommüll erhält war eine Freude anzuschauen. Unbedingt empfehlenswert.

Trash Fire

Ein Film der vielleicht am ehesten in die Kategorie schwarze Komödie mit leichten Splattereinlagen passt. Ein Paar erwartet in einer Beziehungskrise obendrauf ein Kind und die Frau des Hauses möchte nach drei Jahren die übriggebliebenen Reste der Familie kennenlernen. Da wären also die christliche Großmutter (gespielt von Fionnula Flanagan die auch in Havenhurst schon eine sehr gute Figur machte, der Wahnsinn sprüht der Dame aus den Augen) und die Schwester, die bei einem Feuer beinahe ums Leben gekommen wäre und entsprechend von Narben gezeichnet ist. Es entspinnt sich bereits vor dem Besuch eine vielzahl unterhaltsamer und komischer Dialoge, die gegen Ende in wunderschönem Wahnsinn explodieren. Nettes Ding, hätte ich bei dem Titel gar nicht erwartet.

Seoul Station

Ein koreanischer Anime über Zombies? Super-Sache! Leider stand die Animationsqualität in krassem Kontrast zur restlichen Produktion. Vor allem die Bewegungsanimationen der Charaktere waren derart nervend schlecht animiert, dass der Film am Schluss für mich „nur“ einen befriedigenden Eindruck hinterlassen hat. Wenn man darüber hinwegsehen mag bleibt ein durchaus brauchbarer Zombie-Streifen aus dem asiatischen Raum mit einem schönen, schwarzen Ende. Ich bin auf die Fortsetzung in Train to Busan am Sonntag gespannt.

Bed Of The Dead

Belangloser Quatsch. Zwei Paare mieten eine Suite mit einem großen Bett um eine Geburstagsparty zu feiern. Alle mit Schuld auf Ihrer Seele, die das Bett verlassen, sterben. Unerträgliche Parallelhandlung mit einem bösen Cop, der zwei Stunden später ermittelt, wie alle gestorben sind. Positiv war nur die kurze Laufzeit von 88 Minuten, aber selbst das war zu lang.

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